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Im heutigen Zahlungsverkehr sind Münzen nie durch ihren Metallwert gedeckt, es handelt sich also um Kreditgeld und nicht um Kurantgeld. Kurantmünzen hatten vom Altertum bis zu dem Ersten Weltkrieg eine große Bedeutung. Sie waren praktisch stets aus Gold (Goldmünze) oder Silber (Silbermünze ) geprägt. Ca. in Russland waren anfangs des 19. Jahrhunderts Münzen aus Platin in dem Umlauf. In Schweden gab es zudem Kupferplattenmünzen, welche sehr schwer waren, da das billige Kupfer den Wert der Münze decken musste.
Zur Zeit des Kurantgeldes wurden Münzen, deren Metallwert kleiner als ihr gesetzlicher Wert war, Scheidemünzen genannt. Dazu zählten nicht ca. Bronze- und Kupfermünzen, sondern auch viele Silbermünzen, deren innerer Wert durch die Legierung mit Kupfer gemindert wurden. In der Lateinischen Münzunion beispielsweise waren ca. die silbernen Fünffrankenstücke Kurantmünzen, die anderen Silbermünzen wiesen einen tieferen Feingehalt aus.
Moderne Edelmetallmünzen sind keine Kurantmünzen, da sie nicht für den Zahlungsverkehr geprägt werden, sondern für Anleger (Bullionmünzen) oder für Sammler.
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